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Zakynthos - Tagesroute in den Südwesten

Eine Tagesroute durch verschlafene Dörfer, zu den steilen Küsten, bis hin zu tollen Entdeckungen und entlegenen Orten - der Südwesten von Zakynthos.

Die erste unserer Tagestouren führte uns durch urige kleine Dörfer, die teilweise sogar wie ausgestorben schienen, aber ihren ursprünglichen Charme und Charakter beibehalten haben. Fernab der touristischen Orte konnten wir so einen Einblick in die Ursprünglichkeit der Insel bekommen, was ja eigentlich auch das Schönste ist. Außerdem entdeckten wir entlegene und Menschenleere Orte mit weißen riesigen Felsformationen, wie in einer Märchenwelt. Übrigens haben wir unsere Tagesrouten nie vorab festgelegt. Die grobe Richtung und das erste Ziel stehen meistens fest, aber einmal unterwegs lassen wir uns einfach treiben und schauen was sich als nächstes ergibt und von der Strecke her passen würde. Wäre ja sonst auch langweilig, oder?!

1. Station - Gyri

Makris Gialos - Gyri - 24,2 km - ca. 1,5 Std.

Gyri wurde im 15 Jahrhundert gegründet und ist eines der ältesten Dörfer auf Zakynthos. Der Ort ist sehr traditionell und ländlich gelegen, umgeben von atemberaubender Natur. Gyri wirkt fast wie im Dornrösschenschlaf, denn hier haben wir keine Menschenseele gesehen. Es existieren noch ein paar kleine Häusschen der Einheimischen und einige wenige Ferienhäuser. Touristische Attraktionen oder gar ein Café sucht man hier aber vergebens. Interessant ist es dennoch, die alten Gemäuer und Häuser zu betrachten und die pure Stille zu genießen.


GPS Koordinaten: 37.799447, 20.735621 

2. Station - Loucha

Gyri - Loucha - 2,6 km - ca. 10 Min.

Loucha ist eines der schönsten alten Dörfer auf Zakynthos. Mit seinen alten Steingebäuden, der tollen Aussicht über das Tal und der Tatsache, dass sich hier noch kein Tourismus breit gemacht hat, macht dieses kleine Örtchen so besonders. Das Dorf ist quasi das direkte Nachbardorf von Gyri und es bietet sich an, auch hier direkt einen kleinen Stopp einzulegen. So etwas wie einen Parkplatz gibt es hier allerdings nicht und ihr könnt einfach irgendwo am Straßenrand, dort wo Platz ist, parken. Direkt auf der Hauptstraße die schon fast wieder aus Loucha heraus führt, haben wir ein nettes kleines Café/Restaurant entdeckt. Umgeben von grüner Vegetation mit einem kleinen Aussichtpunkt auf Stelzen gebaut und schönem Blick ins Tal. Hier scheint die Welt einfach noch in Ordnung zu sein. Ob Hunger oder Durst, hier könnt ihr einen kleinen Zwischenstopp auf euerer Tour einlegen und die Aussicht und Ruhe genießen. 


GPS Koordinaten: 37.793221, 20.726040

3. Station - Porto Roxa

Loucha - Porto Roxa Beach - 9,6 km - ca. 40 Min.

Unser nächstes Ziel auf unserer Tagestour war Porto Roxa Beach. Schon eher ein Kontrastprogramm zu unseren beiden Stopps Gyri und Loucha. In Porto Roxa Beach gibt es, wie der Name schon sagt, einen kleinen Strandabschnitt und ebenfalls eine kleine Bucht, in der ihr schnorcheln könnt. Es gibt einige Restaurants, große Parkplätze und kostenlose Sonnenbetten. Jedoch ist es hier eher touristisch und uns persönlich hat es hier vom gesamten Flair nicht besonders gut gefallen, sodass ich diesen Ort auch nicht unbedingt als Station für einen Tagestrip weiter empfehlen kann.


GPS Koordinaten: 37.729243, 20.709679

4. Station - Porto Limnionas

Porto Roxa Beach - Porto Limnionas - 2 km - ca. 10 Min

Porto Limnionas ist einer der verstecktesten und wildesten Orte der ganzen Insel, auch wenn er nur ein paar Kilometer von Porto Roxa Beach entfernt liegt. Hier ist es meiner Meinung nach weitaus schöner und idyllischer. Um nach Porto Limnionas zu gelangen, müsst ihr zuerst das Bergdorf Agios Leon erreichen, hier den Ausschilderungen folgen und für einige km eine Asphaltstrasse entlang fahren, die in Richtung Meer führt. Wenn ihr wie wir von Porto Roxa kommt, dann ist es quasi die nächste Bucht. Vom Parkplatz führen einige Stufen hinunter zum Meer und ihr erreicht eine Art Fjord wo es einem wegen der tollen Farbnuancen des klaren Wassers den Atem verschlägt. Das Meer ist hier wirklich sehr schön und wegen der vielen Grotten auch ideal für Schnorchel Liebhaber. Rechts und links der Stufen hinunter zum Meer gibt es zwei Terassen mit kleinen Pinienbäumen und Sonnenliegen. An diesem Ort finden sich nur wenige Touristen und es existieren derzeit zwei Restaurants für den kleinen Hunger zwischendurch. Wer gerne schnorchelt, dem kann ich einen Ausflug hierher nur empfehlen.


GPS Koordinaten: 37.740256, 20.701203

5. Station - Karakonissi (Rock Arch)

Porto Limnionas - Rock Arch Karakonissi - 17,7 km - ca. 1 Std.

Als nächstes entschlossen wir uns weiter die Küste zu erkunden und zu einem Aussichtpunkt an der kleinen Insel Karakonissi zu fahren. Die Strecke war wie immer sehr kurvenreich, steil und abenteurlich und führte uns durch eine atemberaubende grüne Landschaft. Wenn man auf Zakynthos Richtung Steilküste oder einem Aussichtspunkt unterwegs ist, gibt es eigentlich immer nur eine einzige enge Straße ohne Abbiege Möglichkeiten. Wenn diese Straße endet, hält man einfach an, steigt aus, geht ein Stück und schaut einfach was einen hinter der nächsten Ecke erwartet oder was es zu entdecken gibt. So ging es uns, als unser Auto am Ende der Straße auf dem Weg zu unserem Ziel Karakonissi zum stehen kam. Wir gingen ein Stück den Weg entlang und hinter einer Kurve bot sich uns ein Wahnsinns Ausblick auf einen Felsbogen (Rock Arch). An der Felswand entlang führt ein kleiner Weg (mit wachligen Geländer) immer näher an den Rock Arch heran. Dieser ist von Wasser umgeben, aber immer wenn die Wellen der Brandung nicht zu hoch waren, hatten wir die Chance über kleine Felsen auf die Insel des Rock Archs zu springen, ohne nasse Füße zu bekommen. Zugegebener Maßen, ein kleines bisschen Klettern muss man schon um wirklich direkt vor bzw. in der Einbuchtung des Bogens zu stehen. Ein wirklich tolles Naturphänomen und wir waren die einzigen Menschen vor Ort.


GPS Koordinaten: 37.718052, 20.728982

6. Station - Aussichtpunkt und weiße Felsen

Rock Arch Karakonissi - Aussichtpunkt - 18km - ca. 1 Std.

Nach dem tollen Highlight des Rock Arch, entschlossen wir uns noch an irgendeinem Aussichtpunkt die untergehende Sonne zu beobachten. Das Licht war einfach toll zu dem Zeitpunkt. So fanden wir auch einen atemberaubenden Platz mit toller Aussicht auf das Meer und der steilen Felsküste. Doch damit nicht genug. Nachdem wir ein kleines Stück einen Pfad in Richtung Klippe gelaufen waren, entdeckten wir einen kleinen Abstieg hinunter zum Meer. Der Abstieg sah schon etwas waghalsig aus, auch wenn der Weg teilweise mit einem Geländer versehen war. Der Weg war steil und ein bisschen trittfest sollte man für diesen Abstieg und auch Aufstieg sein. Unten angekommen hat es mir fast die Sprache verschlagen, denn wir standen auf - und inmitten von weißen riesigen Felsen. Einfach unglaublich schön und irgendwie nicht real, dieser Anblick. Hier hätte ich den ganzen Tag verbringen können, in totaler Stille und nur mit dem Geräusch des Meeres. Denn auch hier waren wir Mutterseelen allein. Doch da die Sonne schon bald unterging, mussten wir leider den Heimweg antreten. Dies aber mit einer Erkenntnis reicher:

Manchmal muss die Neugierde siegen um etwas wirklich Tolles zu entdecken!


GPS Koordinaten: 37.685546, 20.772518 

 

Tipp

  • Navigation: Auf der Insel gibt es kaum Beschilderungen die einen den Weg weisen könnten. Wer nicht gerade ein Navi zum Mietwagen dazu buchen möchte oder immer auf Internet des Smartphones angewiesen sein will, dem kann ich die App "Maps.Me" empfehlen. Die Karten App funktioniert offline und navigiert ganznormal mit Stimmansage. Die Karte des entsprechenden Ortes muss voher nur einmal heruntergeladen werden und am Reiseziel kann es dann losgehen. Uns hat diese App sehr geholfen und wir haben uns kein einziges Mal verfahren. Teilweise wird man zwar über eher kleine Wege durch das Hinterland geführt, aber so kann man weningstens etwas von der Insel abseits der Touristenpfade sehen.
  • Die Zeitangaben laut Navi könnt ihr eigentlich immer doppelt rechnen, da die Straßen größtenteils einfach keine normalen Hauptstraßen sind.

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