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Krüger Nationalpark - einen ganzen Tag auf Entdeckungstour

Der Krüger Nationalpark ist das größte Wildschutzgebiet Südafrikas und beherbergt Elefanten, Löwen, Giraffen & Co. Lest hier alles von meinem Tag und den Entdeckungen. Welche Tiere konnte ich denn alles entdecken?

Einen wundervollen Tag habe ich während  meiner Süadafrika Rundreise von Kapstadt bis Johannesburg, im Krüger Nationalpark verbracht. Neben den tollen Safari Erlebnissen die ich bereits im Balule Game Reserve hatte, konnte ich hier noch weitere wunderschöne Tiere in freier Wildbahn beobachten.

Der Krüger Nationalpark

Der Krüger Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas auf dem Gebiet der Provinz Limpopo sowie des östlichen Abschnitts der Mpumalanga Provinz und wurde 1898 noch Sabie Game Reserve genannt, bevor er eines Tages erweitert und in Krüger Nationalpark umbenannt wurde. Mittlerweile umfasst der Park eine Länge von 320 Kilometern Länge und 62 Kilometern Breite und einer Fläche von insgesamt fast 20.000 Quadratkilometern, immer an der Grenze zu Mosambique verlaufend. Außerdem sind immer wieder weitere Zusammenlegungen mit anderen Parks und Naturschutzgebieten geplant, sodass der Krüger Nationalpark nie aufhört zu wachsen. Wie auch viele andere Nationalparks und Wildreservate in Afrika, hatte auch der Krüger Nationalpark lange Zeit mit der Bedrohung durch die Wilderei zu kämpfen. Ein großer verdienst ist daher der Schutz der Flora und Fauna, wodurch sich der Wildbestand Gott sei Dank wieder ein klein wenig erholen konnte.

Reisezeit für den Krüger

Grundsätzlich ist es ganzjährig möglich den Krüger Nationalpark zu bereisen. Doch viele Gäste bevorzugen die trockenen Wintermonate, da die Vegetation dann nicht ganz so üppig ist und die vielen Tiere besser entdeckt werden können. Ich war im südafrikanischen auslaufenden Sommer (März) dort und konnte tolle Entdeckungen machen. Jedoch sind die Temperaturen dann schon sehr hoch und auch die Luftfeuchtigkeit war zu diesem Zeitpunkt enorm.

Mein Tag

Von unserer Lodge in Hazyview aus, ging es sehr früh morgens um 05:00 Uhr los in Richtung Krüger Nationalpark. Von Hazyview sind es nur ca. 20 Minuten bis zum Krüger Nationalpark (Phabeni Gate). Hier ist es ratsam sehr früh am Eingangstor zu sein um sich anzumelden, da es sonst zu sehr langen Wartezeiten kommen kann. Der Krüger Nationalpark ist immerhin ein sehr touristisches Reiseziel. Außerdem sind die meisten Tiere in den frühen Morgenstunden aktiv und lassen sich besser beobachten als in der Mittagshitze. Pünktlich zum Sonnenaufgang war ich gemeinsam mit unserer Gruppe auch schon mitten im Park - eine unvergessliche Begrüßung die aufgehende Sonne über der wunderschönen Wildnis zu sehen.

Die erste Entdeckung

Die erste Entdeckung ließ auch gar nicht lange auf sich warten - Geparden! Nach ihnen suchen mussten wir jedoch nicht, denn vor uns tummelten sich bereits einige andere Safari Fahrzeuge mit Touristen, die die Geparden entdeckt hatten. Wir hatten zum Glück den Vorteil mit unserem Overlandtruck unterwegs zu sein. Der Overlandtruck ist um einiges höher gebaut als normale Fahrzeuge, ähnlich wie ein größerer Bus, sodass wir über alle anderen Fahrzeuge hinweg schauen konnten. Nach vielen Fotos ging es weiter, immer mit einem Auge nach links schauend und wieder nach rechts schauend, auf der Suche und mit der Hoffnung etwas im Gebüsch zu entdecken.

Die ersten Elefanten

Die nächsten Wildtiere warteten quasi schon um die nächste Ecke auf uns, und so konnten wir zum ersten Mal Elefanten sehen. Es handelte sich scheinbar sogar um ein Paar, dass miteinander spielte und ein bisschen raufte. Wirklich schön zu sehen, wie fröhlich die Tiere in freier Wildbahn sein können und sich entfalten, wenn man diese Tiere sonst nur aus Zoobesuchen kennt. Übrigens war dies einer der tollen Momente, der den südafrikanischen Busch für mich zu meinem „Happy Place“ gemacht hat. Was es mit dem Happy Place auf sich hat, könnt ihr hier in meinem Beitrag zur Blogparade - Mein Happy Place lesen.

Immer mehr tolle Tiere

An einem kleinen See hatten wir Glück und konnten in weiter Ferne eine Kolonie von Nilpferden sehen, die ihre Köpfe aus dem Wasser streckten. Außerdem tummelten sich hier einige Gnus die auf der Wiese grasten.

Auf unserem weiteren Streifzug durch den Krüger Nationalpark entdeckten wir immer wieder tolle Wildtiere - mal links mal rechts. Mit dabei waren, Giraffen, Zebras und viele schöne bunte Vögel.

Gegen Mittag legten wir eine kleine Pause ein und bereiteten gemeinsam mit unserem Guide Justice ein Mittagessen an einem Rastplatz zu. Die Rastplätze im Krüger Nationalpark sind alle eingezäunt und vor wilden Tieren gesichert, so dass man sich hier frei bewegen kann. Eine Pause tat auch unseren Augen ganz gut, die schon ganz müde waren vom ganzen Suchen und Aussicht halten. Nach der Stärkung ließen die nächsten Wildtiere nicht lange auf sich warten. Mit dabei, waren sogar wieder Mitglieder der Big 5 – Nashörner! Diese großen Geschöpfe sollen zwar nicht ungefährlich sein, machten aber einen unglaublich friedlichen Eindruck mit ihren sympathischen Augen und kleinen pinseligen Öhrchen.

Geier lassen nichts mehr von ihrer Beute übrig

Meine Gruppe und ich, müssen an diesem Tag wohl besonders viel Glück gehabt haben, denn liegengebliebene Beute und eine Scharr Geier sieht man wohl nicht alle Tage.
Am Wegesrand lag eine kleine Antilope und zwar zu diesem Zeitpunkt noch in ganzen Stücken und vollständig. Wenige Sekunden später pirschte sich auch schon der erste Geier vorsichtig an das tote Tier heran. Von Minute zu Minute wurde die Anzahl der Geier immer mehr, die sich über die Antilope her machten. Wirklich kein schöner Anblick, aber so ist wohl der Lauf der Natur – fressen und gefressen werden.
Irgendwann waren so viele Geier mit der Antilope beschäftigt, dass diese gar nicht mehr sichtbar war. So ein unglaubliches Spektakel hatte ich zuvor nur in Tierdokus gesehen.

Unglaubliche Aussicht

Bevor wir die Rückfahrt zum Gate angetreten sind, haben wir noch einen Stopp auf einem Hügel eingelegt, von wo aus wir einen wunderbaren Rundumblick auf den Krüger Nationalpark hatten. Ein tolles Gefühl von Freiheit, Zufriedenheit und Ruhe überkam mich hier oben - ich hätte noch ewig bleiben können.

Auf Wiedersehen Krüger

Eine wunderschöne abschließende Begegnung hatten wir noch, bevor wir den Krüger Nationalpark verlassen haben. Im Licht der untergehenden Sonne, kreuzte eine kleiner Baby Elefant die Straße vor uns. Es schien, als wolle er sich von uns verabschieden.

Fazit

Die Erlebnisse und Begegnungen im Krüger Nationalpark waren wunderbar! Jedoch würde ich die Umgebung und Atmosphäre der privaten Game Reserves, wie das Balule Game Reserve dem Krüger Nationalpark vorziehen. Die Wege und Straßen im Krüger Nationalpark sind asphaltiert und nehmen so ein klein wenig das volle Wildnis Gefühl. Ebenso ist es hier sehr touristisch im Gegensatz zu den kleineren Reservaten.

Ein paar Verhaltensregeln

  • Da die Wildtiere die Fahrzeuge als geschlossene Einheit betrachten, keine einzelnen Körperteile aus dem Fahrzeug halten
  • Das Fahrzeug nicht verlassen und nur in den gesicherten Restcamps aussteigen
  • Unnötiges Klatschen oder Rufen möglichst vermeiden
  • Das Füttern oder Anlocken von Tieren ist strengstens verboten
  • keinen Müll (auch nicht Biomüll) hinterlassen
  • Tempolimit auf den Straßen einhalten (50km/h auf geteerten Straßen, 40km/h auf ungeterrten Straßen)
  • Alles was größer und schwerer ist als das Auto, wird aus gebührendem Abstand betrachet


Infos

  • Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten variieren je nach Reisezeit. In den Sommermonaten (Oktober - März) ab 05:30 Uhr, Wintermonate (April - September) ab 06:00 Uhr, geöffnet meist
    bis 17:30 Uhr, teilweise bis 18:30 Uhr
  • Eintrittspreise: Die Preise werden in der Regel häufiger angepasst und die Bezeichnung ist "Daily Conservation Fee". Für einen Erwachsenen muss man mit knapp 284 Rand (ca. 20€) rechnen.
  • Geführte Safaris: Geführte Safaris sind an allen Gates und Restcamps möglich zu buchen. Vor allem die Lodges innerhalb des Parks bieten alle geführte Safaris an, die direkt bei Buchung der
    Unterkunft mit gebucht werden können.
  • App zur Orientierungshilfe im Park: MY Safari-Ranger Edition (für ipad)

 


Wie waren eure Erfahrungen im Krüger Nationalpark? Welche tollen Tiere konntet ihr entdecken? Ich freue mich über euere Erfahrungen. Hinterlasst mir doch einen Kommentar unter diesem Beitrag.

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Tags: Südafrika


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