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Kurztrip Normandie - Warum es sich wirklich lohnt

Ein Kurztrip in eine der schönsten Regionen Frankreichs – die Normandie. Wilde Klippen an der Alabasterküste, tosender Atlantik, grüne Landschaften, tolles Essen und die perfekte Mischung aus neuen Entdeckungen und Erholung.

Im normalen Alltag fiel mir schon wieder die Decke Zuhause auf den Kopf und bis zum nächsten Trip dauert es noch einige Wochen. Um das Fernweh zu stillen, musste ein kleiner Kurztrip her und so beschloss ich mit einer lieben Freundin aufzubrechen in Richtung Frankreichs wilde Küste. Um genau zu sein, nach Étretat in der Normandie. Man sollte meinen, die Normandie liegt für ein verlängertes Wochenende zu weit weg. Doch gerade einmal innerhalb von knapp fünf Stunden ist dieses schöne Fleckchen Erde von Köln aus zu erreichen und ihr könnt wunderschöne Landschaften sehen.

Mons

Los ging es Donnerstags am späten Nachmittag nach der Arbeit. Damit es nicht zu anstrengend wird, haben wir für den Hinweg einen Zwischenstopp mit Übernachtung im belgischen Mons eingeplant. Ein wirklich nettes beschauliches Örtchen, welches 2015 sogar Europäische Kulturhauptstadt gewesen ist. Kohle hat die Stadt Mons im Westen Belgiens einst reich und schön gemacht, jetzt hofft man auf eine Wiederbelebung mithilfe von Kunst. Wer kein Kulturbanause ist, so wie ich, dem bietet die Stadt viele Museen, in denen unter anderem einige Werke von Vincent van Gogh ausgestellt sind. Er lebte eine Zeit lang im Monser Umland und illustrierte in dieser Zeit umfangreiche Werke. Uns blieb leider nur ein Abend Zeit um Mons zu erkunden und eine Kleinigkeit zu essen. Doch falls ihr euch eine Portion Glück abholen möchtet, krault dem kleinen Bronzeäffchen am Rathaus des Grand Place das Köpfchen. Laut einer Anekdote, haben diejenigen, die dem Affen den Kopf kraulen, ein Jahr lang Glück. Dann muss er oder sie zurückkommen und das ganze Ritual wiederholen. Aber Achtung, man nehme die linke Hand, die des Herzens! Die Herkunft des Affen kann sich kein Einwohner von Mons erklären. Auch Historiker müssen raten, wie die 30cm hohe Bronzefigur an die Rathausfassade gelangt ist.

Mons ist ein kleines schönes Städtchen in der Wallonie und auf jeden Fall einen kurzen Zwischenstopp wert.


Tipp: Burger Restaurant Twenty Buns – meine Empfehlung wenn ihr Burger liebt!

Rue de la Clef 18, Mons

Phare de Fecamp und Cap Fagnet

Am frühen Freitag Morgen ging es weiter in Richtung Normandie und unserem Ziel Étretat. Bevor wir jedoch Étretat direkt angesteuert haben, legten wir noch einen Zwischenstopp in Fecamp bzw. am Cap Fagnet ein. Der Tag war noch jung, und wir wollten natürlich so viel wie möglich sehen und entdecken.

Am Phare de Fecamp habt ihr vom Leuchtturm aus einen guten Blick auf Fecamp und die Steilklippen. Kurz vor dem Leuchtturm befindet sich ein kleiner Parkplatz an dem eine Treppe hinunter zum Meer führt. Hier habt ihr einen Blick von unten auf die imposanten Felswände und könnt vorbei an Algen- und Moosbewachsenen großen Steinen wandern.

Am Cap de Ferrat konnten wir zum ersten Mal auf unserer Tour, den Blick auf den Atlantik und die steilen Felsklippen genießen. Das Cap Fagnet ist der höchste Punkt der Alabasterküste und die Ausblicke von hier oben sind einmalig. Direkt am Cap befindet sich ein großer Parkplatz. Von dort aus könnt ihr einen kleinen Spaziergang entlang der Klippen unternehmen. Neben der Chapelle Notre-Dame, findet ihr hier auch eine kleine Snackbude und einige alte Kriegsbunker, die bei Interesse besichtigt werden können.

Étretat

Nach den ersten tollen Eindrücken in der Normandie, steuerten wir nun unser eigentliches Ziel Étretat an. Das Örtchen an der Alabasterküste ist nur eine kleine fanzösische Gemeinde, die vor allem wegen seiner weißen Felsklippen bekannt ist, die den Ort von beiden Seiten umrahmen. Und dies nicht ohne Grund. Denn die Szenerie, die sich einem von allen möglichen Plateaus und Perspektiven aus bietet, ist wirklich einmalig. Wir hätten hier Stunden verbringen und Fotos schießen können. Vom Strand aus führen verschiedene Wege hinauf auf die verschiedenen Plateaus mit Blick auf die unterschiedlichen Felsen. Wir sind in südlicher Richtung oberhalb der Kreidefelsen mit Blick auf „Porte dÁval und Aigulle“ und „Manneporte“ gewandert.

Porte d’Aval und der Felsennadel Aiguille

Das bekannteste Tor mit seiner Felsnadel sieht man am Besten von dem Plateau oberhalb des Falaise d’Amont und von dem Plateau oberhalb der Manneporte. Gute Fotos kann man aber auch auf halber Höhe schießen, wenn man auf das Plateau zum Falaise d’Amont hinaufsteigt.

Manneporte

Die Manneporte sieht man eigentlich nur von einer Stelle sehr gut und zwar von dem Plateau auf dem Porte d’Aval. Sofern man Lust und Laune verspürt, kann man aber auch auf dem Plateau der Manneporte noch etwas weiter laufen und das Felstor an einer Stelle weiter hinten fotografieren.

Steinstrand mit dem Felsentor Falaise d’Amont

Das kleinste Felsentor sieht man am Besten vom Plateau Porte d’Aval und natürlich direkt vom Strand aus. Nicht nur die Felsen und die Steilküste ist in Étretat wunderschön. Auch der Ort an sich ist mit seinen kleinen alten Häusschen ist wirklich sehenswert. Und auch wenn das Touristenaufkommen hier mittlerweile sehr hoch ist, ist Étretat ein Ort der Erholunng und Enspannung. So war es zumindest für uns. Einfach perfekt um den Akku übers Wochenende wieder ein wenig aufzuladen und das Fernweh zu stillen.


Tipp: Beim Beisteigen der Felen, unbedingt eine Windjacke einpacken – wir sind fast weggeflogen

Restaurants 

  • Le Romain d´Étretat Pizzeria, 1 Rue Georges Bureau, 76790 Étretat
  • La Flottille, 22 Rue Alphonse Karr, 76790 Étretat 

Amiens

Auf unserem Rückweg, wollten wir die Zeit natürlich nutzen um noch mehr zu sehen. So legten wir einen Zwischenstopp in Amiens ein. Das kleine Städtchen liegt in der wunderschönen Region der Piccardie und ca. 130km von Paris entfernt. Bekannt ist Amiens vor allem für seine große Kathedrahle Notre – Dame und die vielen kleinen Quartiere, von denen jedes seinen eigenen Charme versprüht.

Ein wunderschönes Quartier ist z.B. Saint Leu, welches unmittelbar hinter der Kathedrahle beginnt. Saint Leu ist ein historisches Viertel mit vielen kleine bunten Fachwerkhäusern und direkt an der Somme gelegen. Hobbyfotografen wie mich, lässt es das Herz höher schlagen beim schlendern und fotografieren zwischen den kleinen Gassen und Kanälen.

Nicht weit von Saint Leu befindet sich ein kleines Feuchtgebiet, namens Hortillonnages, das mich irgendwie an den Spreewald erinnert hat. Denn hier fahren kleine Gondeln in den Kanälen umher und es ist wunderschön grün.


Restaurant Tipp: Restaurant Au Fil de l´Eau

 

 


Infos

Hinkommen: Mit dem Auto von Köln in Richtung Belgien über Mons. Die Entfernung zur Normandie beträgt ca. 500-600km. Mautkosten lagen bei ca. 20€ für eine einfache Fahrt.

Unterkunft: La Maisonette, 9 Rue Anicet Bourgeois, Étretat, ca. 85€ pro Person für 2 Nächte im August 

Noch nicht genug Eindrücke der Normandie erhalten? Demnächst folgt ein Beitrag über eine Tagestour in die Umgebung von Étretat - Seit gespannt!

 

Wer von euch war auch schon in der schönen Normandie unterwegs? Hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag. 

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