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20 Tage Südafrika Rundreise mit dem Overlandtruck

Noch einmal Südafrika. Unglaublich viele Erlebnisse, Bilder, Eindrücke und Begegnungen. Alles so schön das man es kaum in Worte fassen kann. Es ging quer durch Südafrika mit vielen Safaris, eindrucksvollen Küsten, grünen Hügeln und wunderschönen Stränden. Sogar die Big 5 waren vollzählig dabei.

Seid ein paar Tagen bin ich nun zurück aus dem wunderschönen Südafrika. Es ist wirklich schwer diese vielen Bilder und Erlebnisse zu verarbeiten und in Worte zu fassen. Es ging knapp drei Wochen auf Südafrika Rundreise - von Johannesburg über den Krüger Nationalpark, Hazyview, der Panoramaroute, einmal durch Swasiland, zu den Drakensbergen, an die Dophin Coast und Wild Coast, über die bekannte Gardenroute bis hin nach Kapstadt. Diese Reise habe ich ausnahmsweise nicht auf eigenständige Faust unternommen, sondern über einen südafrikanischen Veranstalter (Drifters Adventures) gebucht, der Touren mit dem Overlandtruck in kleinen Gruppen anbietet. Ich wollte für mich einmal testen, wie es ist in einer Gruppe (wir waren insgesamt 13) zu reisen. Mir war es wichtig möglichst viel von Südafrika zu sehen und kennenzulernen und das am besten innerhalb von maximal drei Wochen. Ich hatte mir vorab Gedanken gemacht, welche Orte ich auf jeden Fall sehen möchte und in der Route enthalten sein sollen. Dabei stellte sich heraus, dass mir persönlich die Strecken in Form einer Selbstfahrerreise einfach zu weit gewesen wären. Dennoch kann ich die Route auch für eine eigenständige Rundreise empfehlen bzw. sogar eher ans Herz legen, wenn es einem nicht so viel ausmacht, ab und zu auch mal längere Strecken zurückzulegen. Das Fazit zur Reise findet ihr am Ende des Beitrags.

Alle Eindrücke der Südafrika Rundreise könnt ihr euch hier im Video ansehen. Viel Spaß!

Routenverlauf

  • 1 Übernachtung in Johannesburg
  • 2 Übernachtungen im Balule Game Reserve, Safari und Bush Walks
  • 2 Übernachtungen in Hazyview, Tagesausflug in den Krüger Nationalpark
  • 2 Übernachtungen im Pongola Game Reserve, Safari und Bush Walks
  • 2 Übernachtungen in den Drakensbergen, Wanderungen und Ausritte
  • 2 Übernachtungen an der Delphin Coast, das Meer genießen
  • 2 Übernachtungen an der Wild Coast, Wandern und Entspannen
  • 1 Übernachtung in Grahamstown
  • 2 Übernachtungen in Knysna, Speedboot Ausflug und Strände
  • 3 Übernachtungen in Kapstadt, Tafelberg, Camps Bay

Nach unserer Ankunft in Johannesburg wurden wir mit einem arrangierten Transfer des Veranstalters zu unserer Lodge gebracht. Auf dem Weg dorthin bekamen wir nur einen kleinen Einblick von Johannesburg und konnten die Stadt aber nicht weiterführend erkunden. Wir haben diese Übernachtung in Johannesburg quasi nur als Vor- Übernachtung gebucht, bevor es am nächsten morgen früh um 06:30 Uhr mit unserer eigentlichen Tour begann. So blieb nach dem langen Flug noch etwas Zeit zu entspannen. Für den Abend stand nur ein kleines Kennenlernen mit Abendessen auf dem Programm. Wer Johannesburg erkunden möchte, dem empfehle ich eher zwei oder sogar drei Übernachtungen einzuplanen.

2. - 4. Tag: Balule Game Reserve

Johannesburg - Balule – 457km - 5Std.20Min.

Am nächsten Tag war es dann endlich soweit, unsere Südafrika Rundreise begann. Alle waren sehr aufgeregt, da es am heutigen Tag schon hätte sein können, einen der Big 5 zu sehen. Auf der Fahrt zum Balule Game Reserve konnten wir bereits die wunderschönen Landschaften Südafrikas bestaunen und viele Locals begrüßen die uns freundlich und mit voller Begeisterung zu winkten. Das Balule Game Reserve ist ein privates Naturreservat am Rande des Krüger Nationalparks, es ist knapp 40.000 ha groß und das Zuhause der Big 5. Endlich am Reservat angekommen, hatten wir großes Glück bereits eine Giraffe hinter einem Baum versteckt zu sehen und eine Zebrafamilie. Das nenne ich schon mal einen super Empfang! An unserer Lodge angekommen, lernten wir unseren Guide Joe kennen, der uns unsere Unterkunft zeigte. Jedes Paar durfte sich eine der Hütten aussuchen. Alle einfach und wie eine Art Zelt errichtet, aber ausgestattet mit eigenem Bad inklusive Dusche. Im Bad sollte man nur nichts liegen lassen, da sich sonst die Affen darüber her machen und alles  mitnehmen was sie in die kleinen Finger kriegen. In einer anderen Lodge haben sich die Affen durch ein Badezimmerfenster in die Hütte von zwei Mitreisenden geschlichen und sowohl Lippenstift als auch Shampoo geklaut.

Von jeder der Hütten hatte man einen traumhaften Blick über das ganze Tal in dem man mit etwas Glück die wilden Tiere beobachten kann. Einfach unbeschreiblich! Nach kurzer Inspektion der Hütten hat uns Joe erst einmal ein Barbecue am Lagerfeuer zubereitet. Das Ganze wurde durch die vielen Geräusche der Tiere und den sagenhaften Sternenhimmel noch untermalt - man konnte sogar ein paar Sternschnuppen sehen. Einfach eine Wahnsinns Atmosphäre.

Am folgenden Tag stand ein Bush Walk mit Joe auf dem Programm. Unglaublich spannend so durch den Busch zu wandern, wenn man nicht weiß ob hinter der nächsten Ecke irgendetwas lauert. Aber Joe war da ganz entspannt und wir dann irgendwann auch. Es gab nämlich soviel zu entdecken und zu sehen, dass wir noch einige Stunden länger hätten durch den Busch laufen können. Am frühen Abend ging es dann auf Abend Safari mit einem kleinen Safarifahrzeug. Dies war für mich eines der Highlights der Reise. Denn wir sind sogar einem Leoparden begegnet, was wirklich ein großes Glück ist, da man diese schönen Geschöpfe wirklich nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Diesen Moment in dem der Leopard nur knapp 10m von einem entfernt steht und einem in die Augen blickt, kann einem niemand mehr nehmen. Neben dem Leoparden konnten wir natürlich noch viele andere Tiere entdecken. Unter anderem noch zwei der Big 5 - Löwen und Büffel.

4. - 6. Tag: Panoramaroute, Hazyview

Balule - Hazyview - 107km – 1.Std.40Min.

Auf dem Weg nach Hazyview stand der Tag ganz im Zeichen der Panoramaroute mit dem Blyde River Canyon, Bourke's Luck Potholes, den Three Rondavels und God´s Window. Wirklich atemberaubende Anblicke haben sich uns geboten. Nur God´s Window lag unter einer dicken Nebelfront, sodass wir hier leider nicht sehr viel sehen konnten. Hazyview an sich liegt am Ufer des Sabie Rivers in der Provinz Mpumbalanga und nicht weit vom Krüger Nationalpark entfernt. Seinen Namen hat dieses Örtchen daher, da die schöne Landschft meist von nebligem Dunst umgeben ist. In Hazyview angekommen hatten wir vor dem Abendessen noch kurz Zeit die Umgebung zu erkunden. Hier kam man sich vor wie im Regenwald, da alles voller riesiger Pflanzen und Palmen war. Auch unsere Lodge ähnelte irgendwie einem Baumhaus im Dschungel. An diesem Abend haben wir mit einigen aus unserer Gruppe die Bar leer geräumt - ein wirklich toller und lustiger Abend.

Krüger Nationalpark

Hazyview – Krüger – 15km - 25Min.

Am nächsten Morgen ging es sehr früh raus, da ein voller Tag Safari im Krüger Nationalpark anstand. Wir waren schon gespannt welche Tiere wir hier noch alle entdecken werden. Von Hazyview war der Weg bis zum Krüger Nationalpark zum Glück nicht sehr weit. Aber man sollte sehr zeitig am Morgen am Krüger Gate sein, da es sonst zwecks Anmeldung zu längerer Wartezeit kommen kann. An diesem Tag waren wir komplett mit unserem Truck unterwegs. Dieser hat den Vorteil, dass er sehr hoch gebaut ist und man somit über andere Fahrzeuge hinweg schauen kann. Außerdem ist er ausgestattet mit sämtlichen Küchen - und Kochutensilien, sodass wir uns gemeinsam mit unserem Guide Justice, immer einen Lunch zubereiten konnten. Im Krüger Nationalpark wurden die bisher gesehenen Big 5 dann vollzählig - mit Elefanten, und Nashörnern. Wir hatten wirklich großes Glück. Neben diesen tollen Tieren gesellten sich Geparden, Zebras, Giraffen und Affen hinzu. Außerdem viele bunte Vögel. Ein wirklich unglaublicher Tag mit tollen Erlebnissen.

6. - 8. Tag: Einmal durch Swasiland und zum Pongola Game Reserve

Krüger – Pongola Game Reserve 410km – 4Std. 40Min.

An diesem Tag unserer Südafrika Rundreise, war erst um 08:30 Uhr Abfahrt, sodass wir diesen etwas entspannter starten konnten. Auf ging es einmal durch Swasiland bis zum Pongola Game Reserve. Durch Swasiland sind wir nur durchgereist um etwas an Strecke zu sparen. Dennoch konnten wir auf der Fahrt einige Eindrücke von Land und Leute sammeln und haben viel gesehen. Die Ein-und Ausreise ist etwas aufwendig und es werden einige Stempel im Reisepass verteilt. Im Pongola Reservat angekommen, wurden wir von unseren beiden Guides begrüßt. Beide nicht älter als Anfang zwanzig - schon ein seltsames Gefühl wenn man bedenkt, dass die zwei uns bei einem Bush Walk vor wilden Tieren beschützen sollen. Aber Spaß beiseite, die beiden haben Ihren Job wirklich gut und mit vollem Engagement gemeistert. Das Pongola Nature Reserve an sich, liegt im KwaZulu-Natal am nördlichen und östlichen Ufer des Pongolapoort Dams. Noch Ende des 19ten Jahrhunderts gab es in der weiten Savannen-Landschaft riesige Herden von Antilopen, Zebras, Giraffen, Nashörnern, Büffel und Elefanten, sowie Löwen und andere Grosskatzen in grosser Zahl. Doch während des Bürgerkrieges übernahmen Farmer das Land und töteten in den Folgejahren nahezu alles Wild. Heute gibt es zum Glück wieder einen beträchtlichen Wildbestand im Park. Besonders auffällig ist die grosse Giraffen-Population. Doch man sieht auch Breitmaul-Nashörner, Gnus, Kudus, Impalas, Nyalas, Burchell und Berg-Zebras, sowie Büffel. 

Die Lodge war wirklich traumhaft und alles sehr geschmackvoll eingerichtet. Dennoch müsst ihr hier mit einigen Krabbeltieren rechnen. Wir hatten eines Abends und auch morgens jeweils eine riesen Spinne in unserer Lodge. Der Busch ist also nichts für zart Beseitete. Am darauf folgenden Morgen ging es wieder auf zu einem Bush Walk mit geplanter Fluss Safari auf dem Jabi River. Die Flusssafari musste leider ausfallen, da es hierfür viel zu stürmisch und die Gefahr zu groß war mit den Kanus umzukippen. Auf dem Bush Walk konnten wir einige Knus sehen und eine einsame Schildkröte die unseren Weg kreuzte.
Am Nachmittag blieb etwas Zeit zum Entspannen und anschließender Abend Safari. Für mich persönlich auch nochmal ein Highlight, da wir das erste Mal aus nur paar Metern Entfernung eine Giraffen Familie sehen konnten. Zwar hatten wir Giraffen in den Tagen zuvor schon gesehen, aber nie so nah und direkt vor dem Safarifahrzeug herlaufend. Der Abend konnte auch hier wieder unter freiem Sternenhimmel bei einem Lagerfeuer ausklingen.

8. - 10. Tag: Drakensberge

Pongola Game Reserve - Drakensberge - 375km - 5Std.

Am nächsten Tag machten wir uns früh auf in Richtung Drakensberge. Die bis zu 3482 Meter hohen Drakensberge sind das höchste Gebirge im südlichen Afrika und liegen teils im KwaZulu-Natal und teils in Lesotho. Für die Fahrt zu unserer Lodge mussten wir in ein kleineres Geländetauglicheres Fahrzeug umsteigen. Bei der Fahrt wussten wir dann auch wieso. Es ging über Stock und Stein und wir wurden richtig durchgeschüttelt - auf jedenfall etwas für Abenteuerlustige. Schon bei der Anfahrt, wurde uns ein einmaliger Anblick geboten und in der Lodge angekommen konnten wir unseren Augen kaum trauen. Wir waren umgeben von riesigen grünen Bergen in unglaublicher Stille und mit atemberaubenden Ausblick. Am Abend bereitete uns die Hausdame eine sehr leckere Lasagne zu und wir konnten schlafen wie ein Baby.

Am nächsten Morgen stand ein Hike auf dem Programm. Wir konnten wählen, ob wir nur bis zu einigen Felsmalereien wandern oder hinauf bis zu einem Gipfel mit einer Geierkolonie. Da ich wusste, dass ich nicht so fit bin, habe ich mir den steilen Anstieg erspart. Nach den Erzählungen der anderen Gruppenmitglieder war ich froh nicht bis zum Gipfel mitgewandert zu sein. Für Personen die konditionell nicht fit sind und auch noch etwas Höhenangst haben, ist das Erklimmen des Gipfels wohl eher nicht empfehlenswert. Am frühen Abend haben einige von uns noch einen Ausritt mit den eigenen Pferden der Lodgeinhaber unternommen. Einfach herrlich in dieser Natur und bei diesem wundervollen Ausblick wohin man auch schaut. Neben den Erfahrungen auf den Safaris, waren die Drakensberge für mich ein weiteres Highlight auf dieser Reise.

10. - 12. Tag: Dolphin Coast

Drakensberge - Umdloti 198km - 2Std.26Min.

An diesem Tag sollte es endlich auf in Richtung Indischer Ozean gehen. Nach vielen tollen Tagen in der Wildnis haben sich alle auf das Meer gefreut. Dieser Tag stand ganz im Zeichen "Lets hit the road". Bis auf ein paar Zwischenstopps war leider sitzen im Truck angesagt. Dafür konnten wir am Abend den Blick auf den Ozean von unserer Lodge aus bzw. von jedem Zimmer aus genießen. Nach einigen Tagen im Busch mit eher einfachen Unterkünften, war diese Unterkunft sehr luxuriös ausgestattet und eine wilkommene Abwechslung.

Für den nächsten Tag stand keine Aktivität auf dem Programm und wir konnten den kompletten Tag damit verbringen am Strand zu entspannen und uns ein wenig zu bräunen.

12. - 14. Tag: Wild Coast

Umdloti - Wild Coast - 389km - 5Std.40Min.

Weiter ging unsere Reise in Richtung Wildcoast. Eine Tour entlang der Wild Coast führt durch ein Stück Südafrika, das noch nicht so hektisch ist wie der Rest des Landes und erinnert mit seinen grünen Hügeln ein wenig an die Landschaft Irlands. Doch leider hatten wir hier beide Tage unglaublich Pech mit dem Wetter, denn es hat fast ununterbrochen geregnet. So war auch die Anfahrt über schlammige Schotterstraßen schon sehr problematisch. Wir sind auch hier in ein kleineres Fahrzeug umgestiegen, da es unser Truck gar nicht bis zur Lodge geschafft hätte. Hier waren wir wirklich froh als wir angekommen waren. Das schlechte Wetter war wirklich schade, denn die klassischen Rondavels in denen wir untergebracht waren, lagen direkt an einem einsamen wunderschönen Strand, weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Ein wirklich tolles Erlebnis war der Besuch von einigen Kindern aus der Umgebung die für uns und mit uns getanzt haben. Dies sind Begegnungen die man nicht vergisst. Ansonsten haben wir hier die Zeit damit verbracht Karten zu spielen oder einen Strandspaziergang im Regen zu unternehmen. Aus Zucker sind wir ja schließlich nicht. Optional gab es auch noch die Möglichkeit zu einem schönen Wasserfall zu wandern, was einige von uns genutzt haben - allerdings nicht trockenen Fußes.

14. - 15. Tag: Zwischenstopp Grahamstown

Wild Coast - Grahamstown - 533km - 8Std.

Ein Tag wieder ganz im Zeichen von "Let´s hit the road". Die Strecke von der Wild Coast bis nach Grahamstown war wirklich unglaublich lang und sollte meiner Meinung nach von der Strecke noch einmal getrennt werden. Wir waren knapp 14 Stunden unterwegs und die Tour war wirklich anstrengend. Nicht nur für uns, sondern vor allem für unseren Guide Justice der die komplette Strecke fahren musste. In unserer Unterkunft angekommen sind alle nur noch ins Bett gefallen. Wer die Route auf eigene Faust bereist, könnte noch eine Übernachtung z.B. in Morgans Bay einlegen. Der kleine Ort liegt direkt am Meer und es gibt nur wenige Bed&Breakfast Unterkünfte. Genau das Richtige um sich ein kleines bisschen auszuruhen. 

Eine weitere Möglichkeit die Route etwas entspannter zu machen, besteht darin von Durban nach Port Elisabeth zu fliegen. Dann habt ihr ein großes Stück an Fahrtstrecke gespart, verpasst aber leider die schöne Wild Coast.

15. - 17. Tag: Knysna

Grahamstown - Knysna - 384km - 4Std.

Wieder ausgeruht von der langen Fahrt ging es weiter in Richtung Gardenroute in den Tsitsikamma Nationalpark und für einige von uns anschließend zum Bungee Jumping von der Bloukrans Bridge mit 272m Höhe. Für mich ein unglaublich nervnaufreibender Tag, denn mein Bruder ist auch gesprungen. Aber das nur am Rande. Im Tsitsikamma Nationalpark war der Anblick der Landschaften und der Küste wieder einmalig. Hier hatten wir Zeit ein wenig umherzuwandern und viele schöne Fotos zu schießen. Die meiste Zeit haben wir anschließend wirklich beim Bungee Jumping verbracht, da drei unserer Gruppe sich mutig dem Abgrund gestellt haben. Riesen Respekt von meiner Seite! Allein der Anblick der Brücke war für mich schon furchteinflößend. Nach dem Adrenalinkick war die Strecke bis nach Knysna nicht mehr weit und wir haben unsere Lodge am frühen Abend erreicht. Den Abend haben wir mit einem leckeren Abendessen und einen Tost auf unsere Bungee Jumper ausklingen lassen.

Der nächste Tag konnte nach Absprache frei gestaltet werden bzw. es standen verschiedene Aktivitäten zur Auswahl - von Quad fahren, Kanu fahren über Speedboot fahren. Ich habe mich für das Speedboot entschieden, da die Chance wohl groß war Delphine zu sehen. Ich habe bisher noch nie Delphine gesehen, deshalb musste ich die Chance ergreifen. Leider wurde ich enttäuscht und es zeigte sich kein einziger Delphin. Dennoch haben wir ein paar Pinguine und Robben gesehen. Außerdem war allein die Speedboot Tour schon ein Erlebnis und wir konnten die wunderschöne Küste betrachten. Also alles in allem hat es sich wirklich gelohnt. Im Anschluss haben wir den Rest des Tages an einem wunderschönen weiten Sandstrand verbracht. Für mich der schönste den ich bisher gesehen habe und einfach perfekt. Keine Menschenseele weit und breit und eine unglaubliche Weite. So wie wenn man träumt und sich sein eigenes Haus am Meer vorstellt.


Tipp: Wunderschöner Strand: Buffalo Bay (Buffalo Baai)

17. - 20. Tag: Kapstadt

Knysna - Kapstadt - 488km - 5Std.15Min.

Auf ging es zu unserem letzten Ziel nach Kapstadt. Der wohl schönsten Stadt der Welt, wie ich finde. Ich war bereits ein Jahr zuvor in Kapstadt und hatte mich schon riesig gefreut wieder zurückzukehren. Auf dem Weg nach Kapstadt haben wir bei der Pinguin Kolonie in Betty´s Bay Halt gemacht. Wobei Boulders Beach meiner Meinung nach um einiges schöner und Erlebnisreicher ist. Im schönen Küstenörtchen Hermanus haben wir einen Lunch Stop gemacht und konnten in weiter Ferne sogar einige Wale sehen. An diesem Abend sind wir nur noch gemütlich essen gegangen nachdem wir in unserer Lodge eingetroffen sind.

Am nächsten Tag stand eine Wanderung oder die Fahrt mit der Cable Way auf den Tafelberg auf dem Programm und anschließender Fahrt zum Kap der guten Hoffnung. Da ich bereits am Kap der guten Hoffnung war, bin ich gemeinsam mit einer Freundin die das Jahr zuvor mit mir gereist ist und nun auch wieder dabei war, nach Camps Bay gefahren um etwas Ruhe zu genießen. Am Abend sind wir dann mit der kompletten Gruppe zur Alfred & Victoria Waterfront gefahren um ein leckeres Essen zu genießen.

Den nächsten Tag haben wir uns frei gestaltet und sind mit dem Hop on/Hop off bus durch die City gefahren. Eine Runde Shopping an der Waterfront und anschließendes Beertasting im Beerhouse auf der Long Street. Schon etwas schwankend ging es dann weiter nach Camps Bay um ein leckeres Steak zu genießen. Dieses Restaurant hatte ich ein Jahr zuvor bereits entdeckt und wollte unbedingt wieder dorthin, um meine Mitreisenden in den Geschmack des besten Steaks kommen zu lassen...was soll ich sagen...sie waren begeistert.
Für den Abend hatten wir uns Karten für eine Beachparty an der Waterfront besorgt, um diese unglaublich tolle Reise gebührend abzuschließen und zu feiern. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen vom wunderschönen Südafrika und neuen Bekanntschaften. Doch natürlich war dies nicht das Letzte Mal, das ich dort gewesen bin...


Tipps:

  • Bakery und Café,  Camps Bay
  • Beerhouse, Long Street
  • Restaurant Zenzero, Camps Bay
  • Vovo Telo Backery & Café, Alfred Waterfront

Fazit

Zu Beginn der Reise war ich sehr skeptisch ob eine Gruppenreise mit festgelegtem Tourenplan überhaupt etwas für mich ist. Dennoch wollte ich es einmal ausprobieren und möglichst viel von Südafrika sehen ohne selber eine große Strecke fahren zu müssen. Im Nchhinein kann ich sagen, dass die Reise insgesamt wirklich der Wahnsinn war und wir unglaublich viel gesehen haben. Auch die Reise in einer Gruppe war vollkommen unproblematisch. Jeder war für sich verschieden, aber alles hat trotzdem super zusammen gepasst. Dennoch fehlte mir die mögliche Spontanität auf dieser geführten Reise und die wenige Zeit für Erkundungen abseits des Tourenplanes, sodass ich mich in Zukunft eher wieder für eine Selbstfahrerreise entscheiden werde. Grundsätzlich sollte man für solch eine Reise eher ein offener Typ Mensch sein, mit anpacken können und keinen großen Wert auf Luxus legen. Eine gewisse Leidenschaft zur Natur und Abenteuerlust sollte ebenfalls mit im Gepäck sein. Alles in allem war diese Reise für mich eine große Bereicherung. Von den Erlebnissen und gesehenen Bildern bis hin zu den neu kennengelernten lieben Menschen.

Danke dafür, es war der Wahnsinn! 

Ihr habt Interesse an noch mehr Routenvorschläge in Südafrika? Dann schaut euch doch hier einmal mein E-book an: "Die schönsten Reiserouten durch Südafrika"

Infos


  • Hinkommen: Ab Frankfurt bis Johannesburg (10h) mit South African Airways oder Lufthansa oder ab Düsseldorf mit Condor (teilweise werden auch Direktflüge angeboten, 10,5h)
  • hier gebucht: https://www.drifters.co.za/
  • Kosten: inkl. Flügen, Unterkünfte und Teilverpflegung ca. 3000€

Unterkünfte


  • Greenfire Lodge Johannesburg
  • Greenfire Bushcamp, Balule Game Reserve
  • Greenfire Lodge Hazyview
  • White Elefant Bush Camp, Pangole Game Reserve
  • Greenfire Lodge Drakensberge
  • Greenfire Lodge Dolphin Coast
  • Greenfire Lodge Wild Coast
  • Greenfire Lodge Knysna
  • Greenfire Lodge Capetown

https://greenfire.co.za/our-6-greenfire-lodges

Ausflüge


  • Pinguine am Boulders Beach in Simons Town (50 Rand)
  • Hop on/Hop off Bus in Kapstadt (1- Tages- Ticket kostet 190 Rand)
  • Table Mountain Seilbahn in Kapstadt (255 Rand)
  • Ocean Odysse mit dem Speedboot in Knysna (650 Rand)
  • Bungee Jumping Bloukrans Bridge (ca. 1000 Rand)

Habt ihr auch schon tolle Roadtrips in Südafrika erlebt? Hinterlasst mir doch einen Kommentar hier unter diesem Beitrag.

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Tags: Südafrika Roadtrips Afrika Reisetyp


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